Krier Maryse

 

die verbleibende zeit

 

Sie steht auf, sagt „Auf Wiedersehen, Dr. Berg“, nimmt sein „Ich wünsche

Ihnen viel Glück“ wortlos entgegen und verlässt die Praxis.

Und plötzlich laufen ihr Tränen die Wangen hinunter, rinnen ihren Hals hinab

und verschwinden im Kragen ihrer Bluse. Rasch wendet sie ihr Gesicht ab.

Keiner soll sehen, dass sie weint.

 

 

Sara Hartmann hat Leukämie. Diese Diagnose trifft sie wie ein Blitz aus

heiterem Himmel. Sie stellt ihr Leben, aber auch das ihrer Familie vollkommen

auf den Kopf. Besonders Mara, Saras achtjährige Tochter, belastet die Krankheit ihrer Mutter sehr.

 

Mit viel Sensibilität erzählt Maryse Krier von Sara Hartmanns

Auseinandersetzung mit ihrer Krebserkrankung und ihrer Erkenntnis, dass sie zu

lange an ihrem Leben vorbeigelebt hat, aber auch von ihrem Entschluss,

die ihr möglicherweise verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen.